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Im Blickpunkt

 

Würth Modyf | 7. Oktober 2017

Mit hochwertiger Arbeitskleidung zum individuellen Meisterstück

© Würth Modyf

Im 20. Jahr nach Gründung hat sich Würth Modyf als ­Tochterunternehmen des Befestigungsherstellers Würth und Spezialist für Arbeitskleidung sowie Sicherheitsschuhe neu erfunden: Die ­prominente Konzernmutter ist jetzt wieder Teil des Firmennamens, ­gleichzeitig hat sich das ­Unternehmen ein neues Logo und mit »Create your own Masterpiece« ein neues Motto gegeben. Was es damit auf sich hat und wie sich der Hersteller von der Ostalb auf der A+A in Düsseldorf präsentiert, hat die bauSICHERHEIT bei einem Besuch am Firmensitz
in Künzelsau erfahren.

Von Jan Rieken
Im Zuge der Neuausrichtung hat sich Würth Modyf vom Bereich Freizeit- und Outdoorkleidung getrennt und führt jetzt ausschließlich Workwear und Sicherheitsschuhe für den professionellen Einsatz im Sortiment. Die Konzernmutter hat dabei nicht nur ihren Namen und ihr Leitbild zur Verfügung gestellt, sondern auch Unterstützung im Vertrieb: Zusätzlich zu den eigenen Verkaufsprofis vertreiben etwa 3 300 Würth-Außendienstler die Produkte, außerdem ist in den knapp 450 Würth-Niederlassungen ein ausgewähltes Sortiment verfügbar.
»Unser Online-Shop und ein Store in Gaisbach runden unsere Vertriebsaktivitäten ab. Alles in allem sorgen wir so dafür, dass wir mit kurzen Wegen überall zu finden und immer innerhalb kürzester Zeit mit unseren Produkten verfügbar sind«, erklärt Pauline Pimont, Leiterin Marketing und E-Commerce bei Würth Modyf.

Mittlerweile schenken mehr als 250 000 Kunden
in Europa der Marke Würth Modyf ihr Vertrauen. Rund 460 deutsche Würth-Nieder­lassungen sowie ca. 3 000 Würth-Außendienst­mitarbeiter vertreiben beratend das Sortiment. Die zentrale Logistik ist am Stammsitz in Künzelsau-Gaisbach angesiedelt. © Würth Modyf

Komfort und Sicherheit für Bau und Handwerk
Der Slogan »Create your own Masterpiece« ist dabei Leitsatz für die eigene Mannschaft und Versprechen an die Kundschaft zugleich. »Nur wer perfekte Arbeitskleidung trägt, kann sich ohne Kompromisse auf sein Meisterstück konzentrieren«, erklärt Pimont. Was Würth Modyf dazu beitragen will, zeigt der Hersteller in diesem Jahr auch auf der A+A in Düsseldorf, der Weltleitmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.
In der eigenen Entwicklungsabteilung mit zehn Mitarbeitern wird täglich Neues erfunden oder Vorhandenes verbessert. Wenn im Januar 2018 ein neuer Katalog erscheint, sind darin mit der Warnschutz-Kollektion »Neon« und der »Stretch X«-Serie zwei neue Linien erhältlich.
»Nach fast 20 Jahren kennen wir unsere Kunden und haben Erfahrung sowohl mit deren Wünschen und Anforderungen als auch mit Normen und Sicherheitsaspekten. Unser Ziel ist es, Funktionalität und Praktik mit den Ansprüchen von Mode und Design zu verbinden«, sagt die Marketing-Chefin. Ihre Mitarbeiterin Iris Nägele ergänzt: »Die Erfahrungen mit Freizeit- und Outdoor-Kollektionen stellen sich vor diesem Hintergrund als Vorteil heraus, zumal sich Funktions- und Freizeitkleidung immer mehr annähern.«

»Durch die klare ­Fokussierung auf Workwear im Jahr 2013 konnten wir sowohl unsere Ressourcen als auch unser Know-how
voll auf den Bereich Workwear und Safety Footwear lenken.
Claudio Corrias, Geschäftsführer,
Würth Modyf GmbH & Co. KG

In Künzelsau ist man stolz auf viele selbst entwickelte technische Highlights. Reißverschlüsse zur Belüftung gehören ebenso dazu wie weiterentwickelte robuste Knietaschen. Neuestes Feature bei der Kleidung ist der »Stretch­belt«: Der Gummizug am Bund soll das Tragen der Workwear-Hosen komfortabler machen. Aber auch bei den Schuhen werden Ausstattungsmerkmale aus dem Freizeit- und Sportbereich in den Bereich der Sicherheitsschuhe übertragen. Als ­Beispiel nennt Nägele die »Air-Tubeless«-Technologie, die ein längeres ermüdungsfreien Stehen ermöglichen soll.

© Michael Muller

In Entwicklung und Qualität investieren
»Durch die klare Fokussierung auf Workwear im Jahr 2013 konnten wir sowohl unsere Ressourcen als auch unser Know-how voll auf den Bereich Workwear und Safety Footwear lenken«, sagt Geschäftsführer Claudio Corrias. »Die Outdoor-Branche hilft uns natürlich, neueste Funktionalitäten und ausgetüftelte Innovationen auf die Workwear Branche zu adaptieren«, ergänzt er. Er setzt auf Investitionen in den Bereichen Produktentwicklung und Qualitätssicherung.
Neben der Qualität sieht er den Kunden und den entsprechenden Service im Vordergrund. »Durch unsere starke Vertriebsmannschaft und die Niederlassungen, die wir durch die Würth-Gesellschaften in den Ländern haben, sowie unser eigenes Key Account Management und unseren Online Shop für die B2B- und B2C-Kunden, schenken mittlerweile schon mehr als 250 000 Kunden in Europa uns ihr Vertrauen. Mit eigenen Gesellschaften in den Ländern Italien, Spanien, Portugal und Frankreich können wir den richtigen Service vor Ort gewährleisten und sind immer für unsere Kunden da«, berichtet Corrias.
Der Name »Modyf« steht für Moderne, dynamische und funktionelle Bekleidung – »ein Anspruch, der trotz der im März vollzogenen Namensänderung bestehen bleibt«, sagt Prokuristin Melanie Röger, die das Internationale Marketing verantwortet. »Wir sind zurück zu unseren Wurzeln gekehrt. Die namentliche Verbindung von Würth und Modyf war die logische Konsequenz aus der jahrelang entwickelten Partnerschaft.«

»Wir sind zurück zu unseren Wurzeln gekehrt. Die namentliche Verbindung von Würth und Modyf war die logische Konsequenz aus der jahrelang entwickelten Partnerschaft.
Melanie Röger, Prokuristin,
Würth Modyf GmbH & Co. KG

Der »Stretchfit Slipper«
ist für den »German Design Award« 2018 nominiert. © Würth Modyf

Erster gemeinsamer Messeauftritt auf A+A
Sichtbar wird diese Partnerschaft jetzt durch den ersten gemeinsamen Messeauftritt auf der diesjährigen A+A. »Gemeinsam mit Würth treten wir als Komplettanbieter im Bereich Arbeitssicherheit auf und wollen uns auch so am Markt positionieren«, sagt Röger und ergänzt: »Wir haben bewusst die A+A als weltweit größte Fachmesse von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit gewählt, um unsere neueste Warnschutz-Linie ›Neon‹ zu präsentieren.« Das gesamte Standpersonal wird deshalb Warnwesten tragen. Die Kollektion soll vor allem durch höchsten Komfort aufgrund des Stretch-Anteils in den Hosen sowie durch ein erstklassiges Design überzeugen.
Außerdem präsentiert der Hersteller, der überwiegend in Europa fertigt, die robuste und strapazierfähige »Nature«-Kollektion. Profis am Bau dürfen sich nach den bisher erhältlichen Farben Blau, Grau und Braun auf schwarze Outfits freuen, die neben verschiedenen Kleidungsstücken auch Schuhe beinhalten.
Zur Schaffung individueller Einzelstücke gehört auch der firmeneigene Service »Stick & Druck«, der auf Kundenwunsch die Kleidung individualisiert und mit dem Logo der Firma oder auch dem Namen des Mitarbeiters versieht. »Der Außenauftritt auch kleinerer Unternehmen wird einfach immer professioneller«, weiß Röger.
»Die Vision von Würth Modyf ist es, neue Standards im Bereich Workwear und Safety Footwear zu definieren und diese gemeinsam mit unseren Kunden zu entwickeln«, sagt Melanie Röger. »Unser eigener Leitspruch ›Create your own Masterpiece‹ treibt uns jeden Tag zu neuen Hochleistungen«, ergänzt sie.

Für die Feier zu »20 Jahre Würth Modyf« haben sich die rund 200 Mit­arbeiter aus fünf europäischen Ländern in Italien getroffen und das neue Logo im Wortsinn nachgestellt: Das rote »M« steht für Modyf, das »W« repräsentiert die zentralen Werte des ­Familienunternehmens Würth. Das »X« als ­mystischer Buchstabe soll außergewöhnliche Stärke symbolisieren und zwischen Würth und Modyf ein unendliches, unzertrennliches Band knüpfen. © Würth Modyf

Nominierung für den »German Design Award«
Als ersten Meilenstein auf dem Weg zu dieser Vision nennt sie die Nominierung für den »German Design Award« 2018 für den Schuh »Stretchfit Slipper«. »Dies ist ein Erfolg sowohl seitens unseres Produktmanagements als auch unserer Kunden«, sagt Röger. »Denn vor allem durch den regelmäßigen Austausch mit Kunden und ihr Feedback gelingt es uns, solche Meisterwerke im Bereich Design und Funktionalität zu kreieren.«

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