bauSICHERHEIT - Baubranche aktuell

Top-Themen

 

Elten | 7. Oktober 2017

Auch für Problemfüße gibt es passende Sicherheits­schuhe

Der niederrheinische Sicherheitsschuhhersteller Elten präsentiert auf der Düsseldorfer Fachmesse für Arbeits­sicherheit A+A vom 17. bis 20. Oktober aktuelle Fußschutztrends. Mit der Serie »Biomex 4.0« stellt Elten die neue Generation der Umknickschutz-Technologie »Biomex Protection« vor, die Serie »Ergo-Active 2.0« wiederum tritt als Allround-Fußschutzlösung mit unterschiedlichen Fußtypen an, die erstmals unter Berücksichtigung dynamischer Fuß­vermessungen entwickelt wurden. Der »Dialution« feiert am A+A-Stand ebenfalls Premiere: Ein neuartiger Sicherheitsschuh, der extra für Beschäftigte mit ­gravierenden Fußbeschwerden wie etwa Diabetesfolge­problemen konzipiert wurde. Sicherheitsschuhe im modernen Sportschuh-Design und eine sportliche Ergänzung der »Wellmaxx«-Serie mit dem innovativen, von BASF entwickelten »Infinergy« sind ebenfalls im Messegepäck.

Mit der neuesten Entwicklungsstufe seiner »Biomex Protection«-Technologie präsentiert Elten eine Lösung, um den Folgen sogenannter SRS-Unfälle (Stolpern, Rutschen, Stürzen) wirksam vorzubeugen. Anders als Sicherheitsschuhe, die allein über einen hohen und festen Schaft die Sprunggelenke vor Umknickverletzungen schützen sollen, basiert »Biomex Protection« auf einer Kunststoffmanschette. Diese umschließt Ferse und Fußgelenk und stabilisiert dadurch das Sprunggelenk. Sie wurde dabei mit ihrem asymmetrischen Aufbau so konzipiert, dass sie sich den natürlichen Bewegungen des Menschen flexibel anpasst und über zwei Drehpunkte so mit bewegt, dass der Anwender nicht gegen die Manschette arbeiten muss. Die aktuelle Generation der »Biomex Protection«-Manschette ist im Vergleich zu ihren Vorgängern noch einmal leichter und filigraner.

Verletzungsrisiko wird minimiert
Die »Biomex Dynamics«-Laufsohle der »Biomex 4.0«-Modelle wurde, ebenso wie Umknickschutz-Technologie, von Elten gemeinsam mit der auf Sportmedizin spezialisierten Klinik in St. Moritz entwickelt. Sie unterstützt den Fuß zudem in seiner natürlichen Abrollbewegung und begünstigt das Zusammenwirken von Gelenken, Muskeln und Knochen. Das entlastet nicht nur den Bewegungsapparat. Es stärkt auf Dauer auch die Stabilität der Gelenke und vermindert dadurch das Verletzungsrisiko.

Zeitgemäßer Fußschutz
wird den individuellen Bedürfnissen für
Beschäftigte gerecht – wie das neue Modell »Dialution«
von Elten: Ein neuartiger Sicherheitsschuh, der extra für Beschäftigte
mit gravierenden Fußbeschwerden wie etwa Diabetesfolgeproblemen ­konzipiert wurde. © Elten

Problemlöser für anspruchsvolle Füße
Mit dem »Dialution« präsentiert Elten einen Sicherheitsschuh für Beschäftigte mit besonderen Fußproblemen wie etwa dem diabetischen Fußsyndrom. Betroffene nehmen hierbei aufgrund von Nervenschädigungen (PNP) neue Verletzungen oft nicht wahr, Entzündungen und Geschwüre drohen. Der Schuh punktet mit einem besonders weiten Schafteinstieg, einer eigenständig entwickelten, hohen und weiten Zehenschutzkappe, größeren Zugaben im Vorfußbereich, einer verstärkten Ferse, viel Volumen und fehlenden Nähten, um Druck- und Scheuerstellen am Fuß zu vermeiden. Mit dem Konzept eines herausnehmbaren Innenschuhs und einer druckverteilenden 10-mm-Einlage soll der »Dialution« diabetesbedingten Verletzungen zusätzlich vorbeugen und den Heilungsprozess fördern, wenn bereits erste Schädigungen des Fußes eingetreten sind. Innenschuh und Einlage sind weich gepolstert und atmungsaktiv. Der Innenschuh verfügt über eine Membran, die Sekrete aufnimmt und diese nicht an den Schuh weitergibt. Die Einlage verteilt das Körpergewicht gleichmäßig auf die Fußsohle und verhindert Druckspitzen. Beide sind waschbar.

Zur diesjährigen A+A stellt Elten gleich mehrere neue Schuhserien vor,
in denen eine Menge Forschungsaufwand und technisches
Know-how stecken. Die neue Serie »Biomex 4.0« ist beispielsweise mit der Umknickschutz-Technologie »Biomex Protection« ausgestattet. © Elten

Ganzheitliche Lösung im Sicherheitsschuhbereich
Neben der standardisierten Fußbettung gibt es weitere Möglichkeiten, den »Dialution« mit individuellen, orthopädischen Einlagen auszustatten. Eine rutschhemmende Sohle wirkt vorbeugend gegen gefährliche Unfälle, Profilblöcke im Mittelfußbereich helfen beim Abrollen und stabilisieren den bei Diabetikern oftmals geschwächten Mittelfuß. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet sich der »Dialution« aber auch für Füße, die andere Deformitäten wie etwa einen Hallux Valgus oder Krallenzehen aufweisen. Heißes Verformen schafft die Möglichkeit, das Obermaterial passgenau auf die jeweilige Fußdeformität anzupassen. Da der Innenschuh herausnehmbar ist, können auch Menschen mit sehr voluminösen Füßen den so entstehenden Platz nutzen. Der »Dialution« biete, wie Elten betont, somit im Sicherheitsschuhbereich eine ganzheitliche und zum Patent angemeldete Lösung für anspruchsvolle Fußprobleme der modernen Gesellschaft, indem er präventiv bestimmten Schäden vorbeuge, bereits Betroffenen Linderung verschaffe und zugleich auch deren Arbeitsfähigkeit erhalte.

Fußvermessung in der Bewegung
Als weiteres Messe-Highlight kündigt Elten die neue »Ergo-Active 2.0«-Serie an. Während bei der Entwicklung der ersten »Ergo Active«-Generation die Füße von Probanden statisch vermessen wurden, konnten für »Ergo Active 2.0« die Füße erstmals in der Bewegung vermessen werden. Forscher der Universität Tübingen fanden so heraus: Die Füße verändern sich während der Bewegung im Hinblick auf bestimmte Breitenabmessungen, die Fußlänge oder den Umfang des Fußrückens. Mit diesen Erkenntnissen wurden die Passformtypen der ersten Generation als Grundlage genutzt und aktualisierte Passformen entwickelt. Ansatzpunkte dafür waren etwa Zugaben oder Wegnahmen von Volumen am Ballenpunkt und eine Veränderung der Ballenwinkel. Auch verschiedene Kappenweiten tragen dazu bei, die Auswahlmöglichkeiten für die Träger noch einmal zu erhöhen. »Ergo Active 2.0« will aber nicht nur mit den mo­dernsten Passformen punkten, sondern darüber hinaus mit einem breiten Angebot an Ausstattungsoptionen, die die Serie zu einem idealen Fußschutz-Allrounder machen sollen. So sind die Modelle mit drei verschiedenen Sohlen zu haben: als Gummi-Variante mit gröberem Profil für den Outdoor-Bereich, als PU/PU-Variante, die eine geeignete Zwischenlösung für wechselnde Arbeitsplätze bietet, sowie als TPU-Variante für Indoor-Arbeitsplätze mit harten und rutschigen Böden, auf denen gute Dämpfung und auch zusätzliche Merkmale wie Laufsohlen mit rutschhemmendem Wabenprofil und Drehpunkten für geringen Widerstand bei drehenden Tätigkeiten gefragt sind. Je nach ­Einsatzgebiet ist das Obermaterial der »Ergo Active 2.0« mal aus robustem Leder, mal aus leichter Mikrofaser und Textil.

Innovative Dämpfungs­technologie gibt es jetzt auch in einem S3-Modell von Elten: für den »Miles Low ESD S3« sprechen u. a. eine ganzflächige Einlegesohle »ESD Pro Black«, die TPU/PU-Sohle »Wellmax«, der abriebfeste Spitzenschutz und ein Sohlen­kern aus »Infinergy« von BASF. © Elten

Weitere Neuigkeiten am Messestand
Ebenfalls in Düsseldorf zu sehen sind die neuen Elten »E-Track«. Die Sicherheitsschuhe im Sportschuh-Design verfügen über eine bis an die Schuhspitze hochgezogene Gummi-Laufsohle. Eine rutschhemmende Sohle, eine bequeme Passform und eine Zehenschutzkappe runden das Profil der »E-Track«-Modelle ab.
Zu den weiteren Höhepunkten am Messestand werden darüber hinaus moderne Interpretationen der Serie »Wellmaxx« gehören, die Elten 2015 auf der A+A eingeführt hatte. Nun kommen weitere Sicherheitsschuhe hinzu, die mit der »Infinergy«-Dämpfungstechnologie ausgestattet sind. Das Produktprogramm wurde um Modelle für weitere Einsatz- und Anwendungsbereiche erweitert, die mit geringem Gewicht und sportlichem Design punkten. Das von BASF ent­wickelte »Infinergy« ist ein elastischer Partikelschaum, der elastisch wie Gummi und gleichzeitig federnd leicht ist. Das Material dämpft nicht nur den Aufprall beim Laufen, sondern federt ihn auch wieder zurück. Durch das hohe Rückstellungsvermögen erhält der Träger des Schuhs den Großteil seiner eingesetzten Energie beim Laufen wieder zurück. Für diejenigen, die im Job ständig auf den Beinen sind, verspricht dies eine spürbare Erleichterung.