bauSICHERHEIT

Ausgabe Dezember 2017

 

Mit Sicherheit ohne Eintönigkeit

Mit einem Aussteller- und einem Besucherrekord ist die diesjährige A+A in Düsseldorf zu Ende gegangen. Das große Interesse an allem, was das Arbeiten sicherer macht – ob in der Höhe, in der Tiefe, auf der Baustelle oder in der Werkstatt – zeigt eine wachsende Akzeptanz der Anwender und lässt auf ein steigendes Sicherheitsbewusstsein hoffen. Die Zahlen sagen leider etwas anderes.

Der gute alte »Blaumann« hat endgültig ausgedient. Auch wir haben in der bauSICHERHEIT dieses Relikt ­vergangener Tage schon zum alten Eisen verbannt, klobige und schwere Sicherheits-Botten gleich mit. Die Zeiten, in denen schützende Arbeits- und Berufskleidung eintönig zu sein hatte und oftmals mehr Nebenwirkung als Wirkung entfaltet hat, sind zum Glück vorbei. Adieu also, ihr vorhersehbaren Farb- und langweiligen Materialkonzepte (wenn man es überhaupt Konzept nennen kann), und Vorhang auf für alles, was die heutigen Profis am Bau zu Helden in ihrem Tun macht.

Und nicht nur dort, sondern auch über Baustelle und Werkstatt hinaus: Wer nach getaner Arbeit direkt in den Freizeit-Modus umschalten und über den Weihnachtsmarkt schlendern will, kann das inzwischen tun, ohne sich dafür extra umziehen zu müssen. Der sportiv-lässige Look ist kompatibel mit Freizeit- und Sportaktivität aller Art. Auf der A+A gab es täglich mehrere Modenschauen mit den neuesten Kollektionen, die komfortabel statt klobig, lässig statt langweilig und edel statt eintönig daherkamen. Kein Wunder, dass das Geschehen auf der Weltleitmesse für Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz inzwischen auch mehr und mehr Eingang findet in Modemagazine.

Diese steigende Akzeptanz ist ein gutes Zeichen, denn am sichersten ist unterwegs, wer aus Routine oder Reflex zum richtigen Schutz greift – also ohne langes Nachdenken oder noch längere Überredungskünste. Denn wenn es darum geht, jeden Abend wieder gesund nach Hause zu kommen, können auch vermeintlich kleine Versäumnisse fatale Folgen haben. Das zeigen die Unfallzahlen für das erste Halbjahr 2017: Weniger Unfälle als im Vorjahreszeitraum, aber mit mehr Todesfällen (siehe auch Seite 9). Als Reaktion darauf hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zusammen mit den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Präventionskampagne »kommmitmensch« ins Leben gerufen. Wer der Einladung folgt, soll die Stellschrauben für ein sicheres und gesundes Arbeiten, Lernen und Leben kennen lernen. Die Aktion ist auf zehn Jahre angelegt, bauSICHERHEIT wird sie begleiten und darüber berichten.

Dass es schon längst gut umsetzbare und vor allem gut umgesetzte Ideen gibt, hat die A+A einmal mehr deutlich gemacht: Ob Arbeitsschutzpreis oder pfiffige Branchenlösungen, neue Materialien oder neue Funktionen – lesen Sie in dieser Ausgabe alles über die Trends und Neuheiten, die auch im neuen Jahr das Arbeiten auf der Baustelle sicherer machen.

In diesem Sinne wünscht das Team der bauSICHERHEIT besinnliche Festtage und einen guten Start in ein sicheres, gesundes, unfallfreies und erfolgreiches Jahr 2018.

Jan Rieken
Chefredakteur